Wir informieren Sie über die aktuellen Themen, mit denen sich der GVB-Fahrgastbeirat beschäftigt.
Am 24. 9. 2008 fand die 1. Sitzung des Fahrgastbeirates der GVB statt. In den bisherigen Sitzungen wurden zahlreiche Eingaben von Fahrgästen und BeirätInnen behandelt. Für einige Anliegen, die den Fahrgästen besonders wichtig sind, wurden Arbeitsgruppen eingerichtet. Über die Ergebnisse dieser Arbeiten möchten wir Ihnen hier berichten.
Manchmal kommt man bei einer Station an und kann dem Anschlussfahrzeug nur noch hinterher winken. Das bedeutet unter Umständen, dass man sich auf lange Wartezeiten einstellen muss. Der Vermeidung solch ärgerlicher Situationen nimmt sich die Arbeitsgruppe „Anschlusssicherungen“ an.
In zwei Sitzungen haben wir nach kritischen Umsteigepunkten gesucht und diese den GVB zur Kenntnis gebracht, die anhand von Fahrgastzählungen ebenfalls Stationen mit hohem Anschlussbedarf eruieren werden.
Wer kennt die folgende Situation nicht: Man hat gerade seinen Bus oder seine Straßenbahn verpasst, aber einige Meter nach der Haltestelle kommt das Fahrzeug abermals zum Stehen, um vor einer roten Ampel zu warten. Ein Einsteigen ist jedoch nicht möglich, da sich das Fahrzeug nicht mehr im Haltestellenbereich befindet. Der GVB-Fahrgastbeirat äußerte den Wunsch, Vorsignale anzubringen, um die Wartezeit für den Fahrgastwechsel im Haltestellenbereich zu nutzen.
Weiters ist es ein Anliegen der Arbeitsgruppe, Anschlusssicherungen an Straßenbahnabzweigungen, wie zum Beispiel am Jakominigürtel, durch Änderung der Ampelschaltungen zu garantieren.
Ein weiterer Wunsch dieser Arbeitsgruppe war es, die Gefahr für Fahrgäste durch den Individualverkehr bei der Haltestelle Wagner-Biro-Straße zu minimieren, indem man die dort bereits vorhandenen Ampeln adaptiert und wieder in Betrieb nimmt. Dieser Vorschlag wurde jedoch von der Stadt Graz aus Kostengründen abgewiesen.
Die Realisierungsmöglichkeiten dieser Vorschläge werden derzeit von den GVB geprüft.
„Excuse me. Can you tell me how I get to the main station?“
Die meisten Besucher unserer Stadt bewegen sich „öffentlich“ fort. Um Sprachbarrieren abzubauen und den Touristen den Umgang mit den GVB zu erleichtern, haben wir mit den GVB erreicht, dass wichtige Informationen nun auch in englischer Sprache zur Verfügung stehen. Unsere Vorschläge wurden bei Fahrplänen, Liniennetzplänen, Haltestellenübersichten und Plakaten bereits umgesetzt. Eine englische Version der Homepage ist in der Realisierungsphase.
Gäste von Gastronomiebetrieben, Freizeiteinrichtungen und Geschäften wären besonders in den Abendstunden und bei dünnem Takt daran interessiert, über die Abfahrtszeiten der GVB an der/den nächstgelegenen Haltestelle(n) informiert zu werden, damit sie lange Wartezeiten im Freien vermeiden können. Es soll daher in einer freiwilligen Aktion erreicht werden, dass Fahrpläne in den Räumlichkeiten von entsprechenden Betrieben ausgehängt werden. Wir erwarten uns davon mehr Komfort für die Fahrgäste und eine Verbesserung des Services für die Gäste und Kunden der teilnehmenden Betriebe.
Erste Gespräche mit den GVB, Vertretern der Wirtschaftskammer Steiermark und dem Citymanagement Graz haben uns viel positive Resonanz gebracht.
Nach einer sehr konstruktiven Phase mit der Graz AG Marketingabteilung konnten wir uns auf ein finales Produkt der Fahrplanhalterung einigen.
Ein Test des Projektes in den Bädern der Graz AG ist in Vorbereitung. Nach dem Probelauf erfolgt eine Evaluierung. Anschließend werden wir mit der Marketingabteilung ein Konzept erarbeiten, wie interessierte Betriebe zur Teilnahme gewonnen werden können und wie der Wechsel der Fahrpläne erfolgt, damit diese immer auf dem aktuellen Stand sind. Dabei werden uns die Wirtschaftskammer Steiermark, das Citymarketing Graz und die GVB als Partner unterstützen.
Eine digitale Variante der Fahrgastinformation wird in Erwägung gezogen und zu einem späteren Zeitpunkt geprüft.
Der Fahrgastbeirat war in die Auswahl und Gestaltung der neuen Fahrscheinautomaten eingebunden und konnte wesentliche Vorschläge einbringen, damit den Fahrgästen der Umstieg auf diese neue Serviceeinrichtung der GVB möglichst leicht fällt. Seit 31.3 .2010 sind alle Straßenbahnen damit ausgestattet.
Mit dem Vorschlag zu dieser Aktion rannte der Fahrgastbeirat bei den GVB offene Türen ein. Mit dieser Initiative, die seit 1. Oktober 2009 läuft, wollen GVB, Betriebsrat und Fahrgastbeirat gemeinsam erreichen, dass die freundlichen und kompetenten FahrerInnen und LenkerInnen in ihrem Verhalten bestärkt und andere positiv beeinflusst werden. Darüber hinaus sollen die Fahrgäste für die Leistung des Fahrpersonals sensibilisiert werden.
An einigen zentral gelegenen und für Touristen wichtigen Haltestellen sollen gezielt Texte in englischer Sprache angesagt werden. Die Vorschläge dafür wurden den GVB übermittelt und sind bereits umgesetzt.
Durch ständige Änderungen im Netz und in den Fahrplänen treten immer wieder fehlerhafte Ansagen auf. Diese sind ärgerlich und irreführend. Aufgrund von Hinweisen von aufmerksamen Fahrgästen und eigenen Erfahrungen konnte die Arbeitsgruppe 95 solcher „Hoppalas“ den GVB zur Korrektur übergeben. Die Umsetzung wurde im Herbst 2009 abgeschlossen.
Neben kurzfristigen Problemen im Ablauf des Öffentlichen Verkehrs z. B.
durch Gleisparker, Unfälle oder Defekte an Fahrzeugen, gibt es auch
voraussehbare und länger dauernde Störungen durch Veranstaltungen oder
Baustellen, die Umleitungen oder Streckenänderungen notwendig machen. Die
Arbeitsgruppe "Störungsmanagement" bemüht sich, bei allen Arten von
Beeinträchtigungen des Ablaufs, Verbesserungen zu erreichen.
Unsere Ziele bei kurzfristigen Störungen:
rasche Information der Fahrgäste über Art und voraussichtlicher Dauer der Störung und über eventuelle Ersatzmaßnahmen.
Bei Umleitungen:
einheitliche Linienbezeichnung an Fahrzeugen, Stelen und Fahrplänen,
verbesserte Fahrgastinfomation,
Anschlusssicherung im Baustellenverkehr.
Bei Linienänderungen:
Erarbeitung von Vorschlägen für Vorabinformation und Öffentlichkeitsarbeit.